WARUM IST “HARMONISIERUNG” SO WICHTIG?

Disharmonie entsteht immer aus einer Illusion der Trennung heraus. Die Übung der Harmonisierung bietet eine einfache Anleitung zu mehr Harmonie in sich selbst und mit dem Umfeld.

 

Viele Menschen sehnen sich nach Harmonie. Nach einem harmonischen Zustand in sich selbst und nach einem Leben in Harmonie mit den Menschen und der Umwelt um sie herum.

Wie entsteht Disharmonie?

Disharmonie kann nur aus einem Zustand von gefühlter Trennung entstehen. Ich schreibe hier bewusst «gefühlte» Trennung. In Wirklichkeit sind wir mit allem und jedem verbunden. Oft ist der Wunsch dieses Gefühl der Einheit zu erfahren die Sehnsucht oder der Antrieb, welche Menschen auf den spirituellen Weg führt. Das Gefühl «getrennt von allem zu sein», «von sich nicht verstanden, nicht gesehen fühlen» oder «nicht dazu zu gehören», ist bei vielen Menschen der Auslöser für ihre spirituelle Suche, die sie auf den Weg des Wachsen im Bewusstsein führt. Die Sehnsucht leitet die Menschen sich erneut als Teil vom Ganzen zu fühlen und diese «Einheit von Allem Sein» zu erleben und zu erfahren.

Disharmonie entsteht also aus einem Zustand von gefühlter Trennung. Wenn man sich alleine oder verstossen fühlt, nicht dazugehörig oder allein gelassen.

Ursprung in der Non-Dualität

Viele alte Seelen die nun Erfahrungen in einer Inkarnation als Mensch in einem Körper auf der Erde machen möchten, kommen von einem Ort der Non-Dualität, von einem Ort totaler Harmonie an dem es keine Trennung gibt. Diese Seelen tragen eine ganz tiefe Sehnsucht in sich nach dieser Non-Dualität, dieser Harmonie in der es weder Opfer noch Täter gibt. Die Sehnsucht nach Ursprung, die sie in der Erstinkarnation fern der Erde erfahren und erlebt haben. Nach diesem Gefühl von Heimat.

Der Ursprung hinter allem, auch hinter der Dualität hier auf der Erde, ist die Non-Dualität. Der Zustand in dem «Alles Eins» ist. Symbolisch beschrieben ist da eine grosse Einheit und ein grosses All-Wissen, das alles weiss, sich aber noch nicht erfahren hat. Es teilt sich vereinfacht gesagt in verschiedene Pole und kreiert zum Beispiel mit dem Planeten Erde ein duales System in dem wir in der Dichte der Energie erleben und erfahren dürfen, was an Wissen bereits schon gespeichert ist. So können wir im Bewusstsein wachsen.

Es ist sehr wichtig, ein klares Ja zum «Hier sein auf der Erde» zu haben. Ein Ja zur jetzigen Inkarnation als Mensch mit einem Körper. Nur so können wir harmonisch zwischen Körper, Geist und Seele schwingen. Mit dem Erkennen, dass wir gleichzeitig Energie und gleichzeitig Mensch sind hier auf der Erde, können wir uns aus der eigenen Wertung zwischen der geistig-spirituellen Ebene und der irdisch-physischen Ebene befreien.

Die Spiegelung des Gegenübers

Erkennen wir uns im Gegenüber nicht und zieht sich unser Energiefeld aufgrund dieser Spiegelung zusammen («machen wir uns klein»), entsteht Disharmonie. Manchmal geschieht dies auch aus einer Sehnsucht heraus. Das Gegenüber spiegelt uns einen Teil von uns, denn wir selber nicht oder noch nicht in uns finden können. Meistens ist jedoch eine Ablehnung einer Spiegelung oder die Angst davor die Ursache. Das Gegenüber offenbart uns einen Teil von uns, denn wir selbst nicht sehen und nicht annehmen möchten. Weil wir ihn (noch) ablehnen oder noch gar nicht erkennen können.

Grundsätzlich kann man sagen, dass uns ein Gegenüber immer in Aspekten von uns spiegelt, weil wir so mit dem Gegenüber verbunden sind, dass wir es sind, der uns gegenübersteht. Wir erkennen in einer anderen Person nur die Anteile, die uns selbst etwas aufzeigen oder uns eine Erkenntnis ermöglichen.

Unterschiedliche (selektive) Wahrnehmungen

Wenn wir vor einer Gruppe mit 50 Menschen sprechen, ist es immer wieder spannend wie unterschiedlich wir verstanden werden. Arbeiten die Teilnehmer nachher in kleinen Gruppen und tauschen sich über das Gehörte aus, ist es faszinierend wie gross die Bandbreite an dem ist, was wir gesagt haben (sollen).

Und doch ist es jeweils so logisch, warum uns jemand so versteht wie er uns versteht. Denn man kann nur das verstehen, was man selbst auch kennt (selektive Wahrnehmung). Man kann nur mit Worten, Dingen, Ereignissen in Resonanz gehen, die man selber schon erlebt und erfahren hat (in diesem oder anderen Leben).

Die Schein-Harmonie

Viele Menschen sehnen sich nach einem Zustand der Harmonie. Manche Menschen leiden sogar unter dem Zustand einer gefühlten Disharmonie, verformen sich und passen sich einem Gegenüber an, um ein Gefühl zu erzeugen, das einer Harmonie gleicht. Es ist nicht möglich ganzheitliche Harmonie zu erlangen, wenn man sich selbst verformt oder anpasst. Es kann sein, dass man sich für eine gewisse Zeit vormachen kann, dass man in einer Art Harmonie leben kann mit anderen Menschen, wenn man die eigene Schwingung diesen angleicht. Doch dann entsteht ein Ungleichgewicht in sich selbst. Um sich anzupassen muss man sich verformen («klein machen») oder die eigene Schwingung verändern oder vielleicht sogar einen Teil von sich verleugnen. Das verursacht dann Disharmonie zwischen Seele,Geist und Körper.

Wie kommt man zu Harmonie?

Harmonie im Aussen kann sich erst einstellen, wenn wir in einer Harmonie zwischen Körper, Geist und Seele schwingen. Wenn wir uns mit unserem Ursprung, mit unserem Körper und mit unserer Inkarnation auf der Erde in Harmonie befinden. Uns in uns selbst in Erfüllung und Fülle leben. Ohne dass wir das eigene Glück nach Aussen auf ein Gegenüber oder eine Sache projizieren und es nicht mehr an Erwartungen knüpfen. So alle Anhaftungen an das loslassen, was wir nicht sind. 

Viele Menschen lagern das eigene Glück, die Liebe oder die Harmonie aus und erwarten, dass im Aussen jemand kommt, der ihnen diese Sehnsucht erfüllt. Dabei wissen wir ja, dass wir im Aussen immer das anziehen, was wir ausstrahlen oder wo wir noch etwas zu lernen haben.

Harmonisierung – Übung

Natürlich ist es möglich, sich ein Stück weit auch bewusst mit etwas oder jemandem bewusst zu harmonisieren. Dazu gibt es eine einfache kleine Übung:

Die Symbolik der liegenden Acht ist stark harmonisierend. Nimm das, was du miteinander harmonisieren möchtest (zum Beispiel dich und eine andere Person oder dich und eine Thematik oder dich und einen Ort oder was auch immer) und schreibe es auf ein Blatt Papier (du kannst es auch visualisieren ohne aufschreiben). Visualisiere oder schreibe das eine links, das andere daneben rechts. Dann nimm einen Stift und fahre eine liegende Acht darum herum. So dass der eine Begriff in der linken Seite der liegenden Acht ist und das andere in der rechten Seite. Fahre die Acht immer und immer wieder und achte dabei darauf, dass du in der Mitte hochfährst und nicht hinunter dort wo die Linien sich überkreuzen. Fahre die Acht immer wieder mit dem inneren Mantra “es darf in Liebe harmonisiert werden” in Wiederholung. Dies ist stark harmonisierend und du kannst es mit allem machen! Achte dabei auf deine Gefühle, ohne diese zu werten.

Weitere Möglichkeit die Übung zu nutzen

Du kannst diese Übung auch nutzen für die Auflösung von Verknüpfungen mit Menschen. Wenn es also darum geht, dich von einer Person zu lösen, dann kann diese Übung ebenfalls unterstützen deine Anteile in deine Seite der liegenden Acht zurück zu holen und die Anteile der anderen Person auf ihrer Seite frei zu geben, so dass am Schluss zwei Kreise sichtbar sind, die sich durch die liegende Acht in der Mitte berühren.

In so einem Fall kannst du dann am Schluss diese beiden Kreise mit einer Schere (oder visualisierend) voneinander trennen. Denn nur durch die Liebe, die Liebe, die nicht bindet sondern frei lässt, kannst du dich aus Bindungen oder Verstrickungen heraus lösen. Wenn bei so einer Übung noch Aggressionen oder Wut oder Trauer hochkommen, lass diese Gefühle zu und wiederhole die Übung am nächsten Tag erneut. Du wirst spüren können, wie viel freier du wirst in dem du deine Anteile wieder bewusst zu dir zurückholst und alles was nicht zu dir gehört bereit bist los zu lassen. Denn in Wirklichkeit bist du ja eins mit allen Menschen. Aber nicht gebunden, sondern frei.

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